Funkstille bei "Brückenmühle"

Badische Neueste Nachrichten vom 14. März 2015

SPD Gernsbach tagte / Werden Projekte gegeneinander ausgespielt?

Von unserem Mitarbeiter Ralf Wachholz

Gernsbach. Beim Jahrestreffen der SPD Gernsbach gab Heinz-Volker Faßnacht einen kurzen Rückblick auf die letzten Monate seit der Kommunalwahl, zusammenfassend konnte der Vorsitzende feststellen: Wir bleiben dran und nehmen unsere Wahlversprechen sehr ernst“. Ratsmitglied Irene Schneid-Horn kündigte zwei Anträge der SPD-Fraktion zum Färbertorplatz an. Man wolle nicht nur ein technisches Gebäude zum Abstellen von Autos haben, „das soll ein großer Wurf mit mehreren Verwendungen werden“. Die SPD könne sich darin einen Kiosk vorstellen und die Unterbringung einer Mensa für die Realschule.

Über das Thema „Zukunft der Brückenmühle“ höre man nichts mehr, beklagte Schneid-Horn, beim Projekt „Sanierung der Zehntscheuern“ würde offensichtlich ein Projekt gegen das andere ausgespielt, „ist das ein ungeliebtes Kind?“ Man fühle sich bei diesem Vorhaben als „Rufer in der Wüste“, klagte Fred Schiel. „Wir sollten heute Abend aber nicht alles bereits verraten was wir am Montag bei den Beratungen über den Haushaltsplan verkünden wollen“, meinte Guido Wieland.

„Eine Grundsanierung muss aber sein“, forderte Irene Schneid-Horn. Klaus Schmelzle plädierte dafür, die Grundsicherung der Zehntscheuern in Stufen anzugehen, „die erforderlichen Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro sind doch nur ein Totschlagargument“.

Schmelzle beklagte die zunehmenden Defizite in der Altstadt, „das Geschäftssterben geht weiter, das seit drei Jahren angeforderte Überarbeiten der Gestaltungssatzung steht immer noch aus, ich vermisse Gespür für die Notwendigkeiten in der Altstadt“. Der Wanderparkplatz neben der L 78, kurz nach dem Abzweig zu den Wahlheimer Höfen, ist als solcher seit längerer Zeit nicht benutzbar, weil dort verschiedenstes Baumaterial wie Kies, Sand, Aushub, Steine und Holzbalken gelagert sind, „ist der Platz verpachtet?“ fragte Klaus Schmelzle, Fred Schiel sagte eine Klärung zu. Auch beim angefragten Sachstand zum Thema Sportplatz FC Gernsbach oder Erweiterung durch die Firma Kast blieben die Ratsmitglieder zurückhaltend wegen einem von Fred Schiel angedeuteten Stufenplan, „den wir am Montag im Gemeinderat präsentieren werden“.

Eine Zukunft für den Bau von Mehrgenerationenwohnhäusern auf dem Gelände der früheren Schwesternhäuser in Scheuern schätzt die SPD „als sehr gut“ ein. Der Grundstückseigentümer habe die Idee begrüßt, „das Thema betreutes Wohnen mit 103 Einheiten in acht Baueinheiten ist vom Tisch“, sagte Klaus Schmelzle. Die Realisierung setze jedoch voraus, dass ein Facharchitekt sich damit befasse und der Bebauungsplan erneut geändert werde, „es gibt genügend gute Beispiele dafür, wo es ausgezeichnet gelungen ist und bestens funktioniert, das wäre auch in Scheuern möglich und sicher gefragt“.

Zu einem aktuellen Sachstand beim Voba-Gebäude, Verwendung der früheren Plus-Filiale, Gestaltung der Bleichstraße, Fortführung der 30er Zone in der Igelbachstraße und Verwendung des Pfleiderer-Areals konnten keine konkrete Auskünfte gegeben werden, weil nichts bekannt sei.

Zur Sicherung der Fußgänger von der Unterkunft für Asylbewerber im „Sonnenhof“ zur Stadt will die SPD prüfen, ob eine Fußwegverbindung vom Kaffeebrunnen durch den Kastanienwald möglich wäre. Als Delegierte für die Wahlkreis-Delegierten-Konferenz wurden einstimmig berufen: Tanja Hausdorf, Gabi Weinsheimer, Irene Schneid-Horn, Gaby König, Rainer Graszies und Heinz-Volker Faßnacht. Als Ersatzdelegierte wählte man Christian Morgenstern, Fred Schiel und Heinz Kohler.

 

Bildunterschrift: DER WANDERPARKPLATZ neben der L 78, kurz nach dem Abzweig zu den Wahlheimer Höfen, ist seit längerer Zeit nicht benutzbar. Foto: Wachholz

 
 

WebsoziCMS 3.7.1.9 - 746826 -

Website von Gabriele Katzmarek