Kritik an Wildwuchs und Deponie

Badische Neueste Nachrichten vom 12. Oktober 2016

SPD spricht auf ihrer Herbstwanderung nach Loffenau wichtige Themen an

Gernsbach (wz). Zu einer herbstlichen Wanderung durch das Leutersbachtal hatte die SPD Gernsbach interessierte Bürger eingeladen, die hielten sich jedoch weitestgehend zurück. Auch die politische Prominenz hatte komplett abgesagt, dabei gab es einiges zu sehen und zu kritisieren auf der Wegstrecke nach Loffenau. Zwei Loffenauer Genossen waren der Einladung zu dieser Premiere gefolgt und das war gut so, denn die besprochenen Themen betreffen beide Gemeinden. Irene Schneid-Horn begrüßte beim Ententeich an der Kugelbergstraße die wenigen Anwesenden und dann ging es gleich los, steil bergan. „Dieses Tal stellt ein wesentliches Naherholungsgebiet für die Bevölkerung dar, deswegen wollen wir verstärkt Landschaftspflege betreiben“, sagte die Stellvertreterin von Bürgermeister Knittel. Der „wildgewordene Wald mit Birken und Buschwerk“ müsse beseitigt werden, aber der Genehmigungsprozess für Zuschüsse werde wohl noch zwei Jahre durch alle Ämter in Anspruch nehmen, „die anschließende Flächenpflege ist völlig ungeklärt und die Eigentumsverhältnisse ebenfalls“, sagte Schneid-Horn. Helmut Möhrmann, Stellvertreter des Loffenauer Bürgermeisters, konnte darüber berichten, dass die Gemeinde immer dann Privatgelände kaufe, wenn systematische Pflege durch Eigentümer nicht mehr möglich sei. „So etwas gibt es bei uns leider nicht“, bedauerte Fred Schiel aus Lautenbach. Deutlich heller und erstaunlich gepflegt erreichte die Gruppe einen Bereich in dem die Streuobstwiesen durch Schafbeweidung „blank und sauber“ sind, die Obstbäume einen guten Ertrag bringen werden. „Das sind aber Loffenauer, die auf Gernsbacher Gemarkung Obstbäume besitzen“, wies Möhrmann hin. Ein zweites wichtiges Thema auf dem Spaziergang nach Loffenau war die durch den Landkreis geplante Erweiterung der Deponie im Leutersbachtal. Es geht um ein zusätzlich mögliches Ablagern von 866?000 Kubikmeter Bauschutt im östlichen Bereich, in Richtung Loffenau, die maximale Höhe werde zwischen fünf und zehn Metern nach 47 Jahren betragen. In diesem Zusammenhang stellte sich sofort die Frage, ob die Zufahrt von der Loffenauer Straße verbreitert werde, „Nein“ lautete die Antwort. „Es ist ein Skandal“ sagte Helmut Möhrmann, „da wird die Straße zwischen Bad Herrenalb und der Loffenauer Grenze hochgradig neu belegt, da wird die L?564 jetzt im weiteren Verlauf bis zum Käppele neu asphaltiert, obwohl es eigentlich noch nicht nötig ist. Für die gleiche Landstraße zwischen Käppele und der Ortseinfahrt Loffenau ist kein Geld da, obwohl in diesem Bereich äußerst schlechte Stellen gefährlich sind. Mit wenig finanziellem Aufwand wäre eine Verbreiterung der Zufahrt zur Deponie möglich, vor allem für die Nutzer, die nach Loffenau auf die Straße einbiegen wollen, dafür ist offensichtlich auch kein Geld eingeplant“, sagte Helmut Möhrmann und erntete Zustimmung bei den Gästen.

 

 
 

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Website von Gabriele Katzmarek