SPD besucht Ausstellung zum Stadtarchiv Gernsbach

Kommunalpolitik

Die Besucher machten sich ein Bild von der Bedeutung des Stadtarchivs.

Die SPD hat dem Antrag der CDU, die Stelle des Stadtarchivars „einzusparen“, eine klare Absage erteilt. „Es ist für uns Sozialdemokraten in Gernsbach wichtig, dass das Stadtarchiv uneingeschränkt erhalten bleibt“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Heinz-Volker Faßnacht am 23. Juni, „denn nur dort, wo man sich mit der Vergangenheit beschäftigt, kann man die Zukunft gestalten.“ Gemeinsam mit mehr als einem Dutzend Mitgliedern des SPD-Ortsvereins sowie des Juso-Kreisverbandes Rastatt besuchte er die Ausstellung, mit der der Arbeitskreis Stadtgeschichte derzeit im Alten Amtshof auf die Bedeutung des Archivs aufmerksam macht.

Faßnacht griff in seiner Begrüßung eine Aussage von Kreisarchivar Martin Walter auf, wonach Archive nicht nur Orte der Bewahrung seien, sondern mehr denn je Einrichtungen, die Geschichte schrieben oder schreiben ließen und vor allem weiter trügen. Dass das Stadtarchiv Gernsbach mit seiner dichten und bis in das Mittelalter zurückreichenden Überlieferung hier über die Stadt und das Murgtal hinaus eine wichtige Rolle spiele, verdeutlichte Wolfgang Froese, der die Besucher durch die Ausstellung führte. Anhand einzelner Exponate zeigte er, wie sich die umfangreichen Bestände für die verschiedensten Fragestellungen fruchtbringend nutzen ließen.

„Gerade für uns junge Menschen ist die Kenntnis der Geschichte wichtig, damit wir die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“, sagte die Juso-Vorsitzende Tanja Hausdorf. Von mehreren Seiten wurde nach dem Rundgang der Ruf nach Einrichtung eines Stadtmuseums laut, um die Geschichte Gernsbachs dauerhaft präsentieren zu können. Stadträtin Dr. Irene Schneid-Horn verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Kornhaus demnächst leerstehen werde. Thematisiert wurde zudem die geringe Personalausstattung des Stadtarchivs, die in den übrigen mittelbadischen Kommunalarchiven jeweils um ein Vielfaches höher liegt. Faßnacht fasste als Meinungsbild zusammen, dass eine Aufstockung sinnvoll sei. Grünen-Stadtrat Thomas Hentschel, der sich der Führung angeschlossen hatte, regte an, hier auch angesichts des bevorstehenden 800-jährigen Stadtjubiläums nach Fördermitteln Ausschau zu halten.

 
 

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Website von Gabriele Katzmarek