SPD fordert Fußgängerzone für die Altstadt

Wahlen

Gisela Plätzer beim Altstadtrundgang vor dem Alten Rathaus.

Zweitausend Fahrzeuge fahren Verkehrszählungen zufolge jeden Tag durch die Altstadt, die wenigstens davon in der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit. Und „geparkt wird, wo man gerade will“, kritisierte Gisela Plätzer bei einem Altstadtspaziergang des SPD-Ortsvereins. Rund 20 Bürger waren der Einladung gefolgt, um mehr über die Pläne der SPD zur Schaffung einer Fußgängerzone zu erfahren. Diese soll die Hauptstraße von der Hofstätte bis zum Metzgerplatz umfassen. Als Vorteile nannte Plätzer weniger Lärm für Anwohner und eine bessere Aufenthaltsqualität, die zum Bummeln und Verweilen einlade. „Unser Ziel ist eine deutliche Aufwertung unseres Kleinods und damit eine Belebung der Altstadt“, umriss sie das Vorhaben.

Stadtrat Guido Wieland rief in Erinnerung, dass die Situation in der Altstadt trotz mancher Versuche, ihre Attraktivität zu steigern, nicht besser geworden sei. Er nannte es überfällig, auch in Gernsbach einen Schritt zu tun, der in vielen anderen Kommunen längst ein Erfolgsmodell geworden sei: „Es gibt kaum noch eine historische Stadt ohne Fußgängerzone.“

Auch die auswärtigen Gäste wunderten sich alle, warum in Gernsbach immer noch das Autoblech die Altstadt verschandele, gab Gisela Plätzer Erfahrungen aus ihren regelmäßigen Altstadtführungen wieder.

„Flexible Lösungen für die Anwohner lassen sich finden“, sagte Guido Wieland. Gisela Plätzer nannte versenkbare Poller, die vormittags für Anwohner und Zulieferer offen seien. Rettungsdienste und Taxis sollen elektronische Schlüssel erhalten.

Eine konkrete Lösung schlug Plätzer auch für das Anwohnerparken vor. Am Metzgerplatz könnten dafür 16 Plätze geschaffen werden, so viele, wie auch jetzt legal entlang der Hauptstraße vorhanden sind. Für die Besucher stehe nachmittags und abends der Färbertorplatz zur Verfügung. Als „Option für die Zukunft“ sei hier auch ein Parkhaus möglich, ergänzte Stadtrat Fred Schiel. Auch vom Salmenplatz oder der Stadthalle ist es nur ein Katzensprung. „Drei bis zehn Minuten Fußweg vom entferntesten Platz“, sagte Plätzer, „wo sonst gibt es so was?“

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 763314 -

Website von Gabriele Katzmarek